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LUIGI ARCHETTI (*1955)
Visual artist and musician.
He lives and works in Zurich (CH).
Luigi Archetti's artistic work revolves around the interface between art and music, which he aims to make tangible in a variety of ways.
In his installation-based stagings he uses drawing, painting, video and sound to create tense and highly aesthetic spaces and complex reference systems.
The vocabulary of the music manifests itself not only in ideas and the way works are realized, but also in the direct use of objects and concepts from this genre.
Luigi Archetti stages the space as an image carrier in which various impulses – visual and tonal – encounter one another.

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Luigi Archetti 2014 (Art Works)
PDF Size: 8.8 MB
04.26.2014
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info(@)luigiarchetti.com


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ARCHETTI-WIGET
Label: Die Schachtel, Milano
Label: Rune Grammofon, Oslo
Label: Unit-Records, Switzerland




HANGING ROCK&ROLL
Sound-Installation 2014


BOBBY MC GEE IN H
Sound-Installation 2013

MUSIK RUNDUM
Sound-Performance 2011

ARCHETTI-WIGET
IT'S ALL TOO MUCH
Sound-Performance 2010

OSZILLATOR II
Video-Clip 2000


OSZILLATOR
Video-Clip 2002


ARCHETTI - WIGET - IRMLER
Concert at Helmhaus Zürich, 2010
Art-TV


LUIGI ARCHETTI
Live at SONIC CIRCUITS FESTIVAL
Washington D.C. 2009


 

 

 

LUIGI ARCHETTI

cluster 2013


   
   
   

   
   

   

CLUSTER
2013
Art project
Campus-Neubau, Fachhochschule FHNW Brugg-Windisch

Foto: René Rötheli, Baden

CLUSTER (only in german)

Luigi Archetti arbeitet an der Schnittstelle zwischen Musik und Kunst und regt dort ein Stoffwechsel von grosser Erlebniskraft und Poesie an.
Cluster (engl. Gruppe, Hauen, Büschel, Traube) kreist um einen musikalischen Fachbegriff. Dieser bezeichnet ein Klanggebilde, dessen sphärische Töne nahe beieinander liegen. Diese Vorstellung hat der Künstler in ein installatives Bild übersetzt. 92 E-Gitarren streben, einem Fischschwarm gleich, durch den Raum. Sie kommen aus dem Unendlichen und strömen, so assoziert man, in ein grosses schwarzes Klangloch hinein - eigentlich eine schwarz bemalte Kreisfläche an der schmalen Stirnwand. Dieses schwarze Bild kann durchaus mit dem schwarzen Quadrat von Kasimir Malewitsch in Verbindung gebracht werden, das den illusionistischen und poetischen Raum in sich vereint. Daraus eröffnet sich eine ganze Reihe von Assoziationsfeldern. Nicht nur aus dem akustischen, sondern auch aus dem sozialen und kulturellen Kontext der Musik. Denn natürlich stehel elektrische Gitarren nicht für Musik ium Allgemeinen, sondern sie stehen für Rockmusik. Für ein kulturelles Phänomen also, das nicht nur zur Zeit seines Aufkommens in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, sondern auch heute noch mit Jugend, Revolte, Spass und heftigen Gefühlen in Verbindung gebracht wird. Und so ist es überhaupt nicht abwegig, wenn man "Cluster" als Denkmal für eine grundlegende Lebensenergie versteht. Im Kontext einer Hochschule macht dies ja auch Sinn. Zumal die Instrumente bei aller Wildheit auch in einer präzisen Ordnung daher kommen: die Kabel, an denen die Gitarren hängen, folgen einer sorgfältigen Komposition, die jedem einzelnen Teil den passenden Platz in der Gruppe zuweist.
Das schwarze Loch an der Stirnwand, in welches die Gitarren strömen - es sind Gipsabgüsse einer "Fender Stratocaster", dem beliebstesten E-Modell aller Zeiten - wiederholt sich an den einzelnen Instrumenten. Diese Markierung verleiht ihrem Aussehen nicht nur die Züge eines Lebewesens, sondern wirkt auf den imaginierten Klang gewissermassen wie ein zweiundneunzigfacher Verstärker. Dieser trägt die Musik durch die Gänge des Campus, hinaus in die Stadt und schliesslich in die ganze Welt. Im Lichthof von Luigi Archetti hängt der Himmel, in Anlehnung an die bekannte Sprachwendung, voller Gitarren. Mit seinem räumlichen Bild hat der Künstler dem Hochschulalltag einen wundervoll poetischen Soundtrack verpasst. Dieser kommt ohne einen einzigen Ton aus und ist dennoch von intensivem Klang. Von einem Klang, der sich in unserer Vorstellung entfaltet.

Text von Claudia Spinelli